{"id":299,"date":"2015-04-26T21:25:13","date_gmt":"2015-04-26T19:25:13","guid":{"rendered":"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=299"},"modified":"2015-04-26T21:25:13","modified_gmt":"2015-04-26T19:25:13","slug":"grab-grabarten-gestaltungs-und-bepflanzungsrichtlinien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=299","title":{"rendered":"Grab, Grabarten, Gestaltungs- und Bepflanzungsrichtlinien"},"content":{"rendered":"<h5>Grabarten &#8211;\u00a0 Reihengrab und Wahlgrab<\/h5>\n<p>Die Grabarten unterscheiden sich dadurch, da\u00df man das Nutzungsrecht an einem &#8211; billigeren &#8211; Reihengrab immer erst anl\u00e4\u00dflich eines Todesfalles erwerben und es au\u00dferdem nicht verl\u00e4ngern kann. Damit f\u00e4llt es auf jeden Fall nach Ablauf der Ruhezeit wieder an den Friedhofstr\u00e4ger zur\u00fcck. Wie der Name schon sagt, werden die Toten einzeln und meist auch der Reihe nach &#8211; zeitlich und \u00f6rtlich gesehen &#8211; beerdigt. Deshalb kann in einem Reihengrab nur eine einzige Beisetzung stattfinden. Nur im ersten Jahr danach darf auf manchen Friedh\u00f6fen noch eine Urne dort ihren Platz finden. Deswegen kann auch neben einem Reihengrab kein Platz f\u00fcr ein weiteres Familienmitglied reserviert werden. Wenn ein Partner sp\u00e4ter stirbt, ist keine gemeinsame Grabst\u00e4tte m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ein &#8211; teureres &#8211; Wahlgrab kann man dagegen schon zu Lebzeiten erwerben. Es kann aus einer einzelnen Grabstelle bestehen. Meist sind aber mehrere Stellen zu einer Grabst\u00e4tte zusammengefa\u00dft, so da\u00df dort eine ganze Familie gemeinsam ihre letzte Ruhest\u00e4tte finden kann. Wahlgr\u00e4ber werden zwar mit einer festgelegten Ruhezeit erworben, diese kann aber im Gegensatz zu den Reihengr\u00e4bern immer wieder verl\u00e4ngert werden. Im Prinzip kann ein Wahlgrab so lange im Besitz einer Familie bleiben, wie diese es w\u00fcnscht. Bei Wahlgr\u00e4bern unterscheiden sich die Preise meist noch nach der Lage des Grabes auf dem Friedhof. So kann zum Beispiel f\u00fcr Gr\u00e4ber mit parkartiger Lage &#8211; sie haben dann einen bestimmten festgelegten Mindestabstand voneinander &#8211; ein Zuschlag erhoben werden. Wahlgr\u00e4ber werden immer f\u00fcr einen bestimmten Personenkreis \u00fcberlassen, der das Recht erh\u00e4lt, dort beerdigt zu werden. Im Normalfall sind das die Mitglieder einer Familie. Man erwirbt ein Grab noch heute ebenso wie in l\u00e4ngst vergangener Zeit f\u00fcr sich, seinen Partner und seine Kinder. Wenn also zum Beispiel eine Frau eine Erdgrabst\u00e4tte mit zwei Stellen kauft, so k\u00f6nnen darin ihr Mann und sie selbst bestattet werden. Haben sie Kinder, die eine Aschenbeisetzung f\u00fcr sich w\u00fcnschen, so k\u00f6nnen deren Urnen \u00fcber den beiden S\u00e4rgen bestattet werden. W\u00fcnschen die Kinder eine Erdbeisetzung, so m\u00fcssen entsprechend mehr Grabstellen erworben werden. In alten Grabbriefen sind \u00fcbrigens manchmal sogar noch die Kindeskinder genannt, so da\u00df alteingesessene Familien manchmal l\u00e4nger als hundert Jahre ein eigenes Grab auf ihrem Friedhof besitzen. Da inzwischen auch andere Lebensgemeinschaften als Ehe und Familie gesellschaftlich anerkannt sind, gibt es heute auf vielen Friedh\u00f6fen die M\u00f6glichkeit, auch zusammen mit einem Lebenspartner oder Freunden ein gemeinsames Grab zu erwerben.<\/p>\n<h5>Gestaltungsvorschriften<\/h5>\n<p>Wenn man dagegen ein Grab w\u00fcnscht, das auf die \u00fcbliche Art und Weise ausgeschm\u00fcckt werden kann, sollte man daran denken, da\u00df auf allen Friedh\u00f6fen bestimmte Gestaltungsrichtlinien f\u00fcr Grabmale und manchmal auch f\u00fcr die Art der Grabbepflanzung gelten.<\/p>\n<p>Diese Vorschriften sind oft von Grabfeld zu Grabfeld verschieden. Es gibt zum Beispiel Grabfelder mit dem Zwang, Grabmale aufzustellen, und solche, auf denen man das Grab auch ungeschm\u00fcckt und damit ebenfalls anonym lassen kann, wenn man es w\u00fcnscht. Die Materialien der Grabmale k\u00f6nnen festgelegt und bestimmte Gr\u00f6\u00dfen vorgeschrieben, die Gestaltung der Schrift und der Steinoberfl\u00e4che kann eingegrenzt sein. Es kann verboten sein, Grabst\u00e4tten mit Z\u00e4unen oder Steinsetzungen einzufassen, oder es wird die Umpflanzung mit einer lebenden Hecke gefordert.<\/p>\n<p>Besonders wenn man schon klare Vorstellungen vom Aussehen des Grabmales hat, sollte man sich unbedingt genau nach diesen Vorschriften erkundigen. Sonst erlebt man eine b\u00f6se \u00dcberraschung, wenn der gew\u00fcnschte Stein oder auch die Einfassung des Grabes schon beim Steinmetz bestellt ist, aber vom Friedhof nicht genehmigt wird.<\/p>\n<p>Im \u00fcbrigen m\u00fcssen alle Friedh\u00f6fe mindestens ein Grabfeld vorhalten, auf dem keine einschr\u00e4nkenden Bestimmungen gelten. Im Zweifelsfall sollte man gezielt nach einem solchen Grabfeld fragen.<\/p>\n<p>Hier sei noch einmal wiederholt: Hat man &#8211; eine anonyme Grabstelle gew\u00e4hlt, so kann man auf dem Grab Reine Blumen pflanzen und Rein Erinnerungsmal aufstellen lassen. Das einzige Zeichen der Erinnerung sind Schnittblumen, Gestecke und Kr\u00e4nze, die am Rand des Grabfeldes oder an einer bestimmten Stelle abgelegt werden k\u00f6nnen;<\/p>\n<p>ein Grabfeld mit besonderen Bestimmungen gew\u00e4hlt, so mu\u00df man sich bei Gestaltung von Grab und Grabmal an sie halten;<br \/>\nnur auf einem Grabfeld ohne Richtlinien darf man die Grabst\u00e4tte nach eigenem Gutd\u00fcnken ausschm\u00fccken.<\/p>\n<p>\u00dcberall aber mu\u00df die W\u00fcrde des Friedhofes gewahrt bleiben. Friedh\u00f6fe sind gemeinschaftliche Bestattungsorte und dienen damit der gemeinsamen Ehrung der Toten und der Pflege ihres Andenkens.<\/p>\n<p>Die Gestaltung und Bepflanzung jeder Grabst\u00e4tte ist f\u00fcr die Wirkung des ganzen Friedhofes mitbestimmend. Deshalb l\u00e4\u00dft sich &#8211; in gewissen Grenzen &#8211; nachvollziehen, da\u00df man bei der Grabgestaltung auf das Umfeld R\u00fccksicht nehmen sollte, und da\u00df private W\u00fcnsche vor dem \u00bbreligi\u00f6sen und \u00e4sthetischen Empfinden der Gesamtheit\u00ab zur\u00fccktreten m\u00fcssen. Bepflanzungs- und Grabmalrichtlinien sind aufgestellt worden, damit die Gesamtanlage nicht durch das beeintr\u00e4chtigt wird, was \u00bb&#8230; nach Form, Material oder Bearbeitung aufdringlich wirkt, was unruhig, effektheischend oder sonstwie geeignet ist, \u00c4rgernis zu erregen und den Grabbesucher im Totengedenken zu st\u00f6ren.\u00ab So hei\u00dft es jedenfalls in einem Kommentar zu den entsprechenden Gesetzestexten. Allerdings kann man sich \u00fcber den Begriff des \u00bbreligi\u00f6sen und \u00e4sthetischen Empfindens der Gesamtheit\u00ab hervorragend streiten (Gaedke, S. 170ff).<\/p>\n<h5>Grabbepflanzung<\/h5>\n<p>Wie gesagt, gelten &#8211; auch auf Grabfeldern ohne Vorschriften &#8211; auch f\u00fcr die Grabbepflanzung bestimmte Regeln. So kann die Form des Grabes j e nach den landschaftlichen Gepflogenheiten unterschiedlich sein. Auf manchen Friedh\u00f6fen werden die Grabh\u00fcgel zum Beispiel stets eingeebnet; auf anderen wird jede Grabst\u00e4tte mit einem Steinrand eingefa\u00dft; die Gr\u00e4ber k\u00f6nnen aber auch durch niedrige Grabh\u00fcgel auf Dauer gekennzeichnet bleiben, oder sie werden durch eine Steinplatte oder Kiessch\u00fcttung abgedeckt.<\/p>\n<p>Will man sich hier von der Gesamtanlage abheben, so mu\u00df man daf\u00fcr vorher die Genehmigung der Friedhofsverwaltung einholen oder von vornherein dort beerdigen, wo keine Bestimmungen gelten. Nur dort darf der Friedhofstr\u00e4ger weder eine einheitliche Bepflanzung fordern noch den Anteil der Grabfl\u00e4che bestimmen, der bepflanzt werden darf.<\/p>\n<p>Viele Friedh\u00f6fe haben inzwischen \u00fcbrigens aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden ein Verbot von Plastikmaterialien auf den Gr\u00e4bern ausgesprochen. Gestecke m\u00fcssen dann auf nat\u00fcrlicher Grundlage gebunden sein, und die Aufstellung von Plastikblumen ist nicht erlaubt. Der Grund daf\u00fcr liegt in der Kreislaufwirtschaft, die im g\u00e4rtnerischen Bereich betrieben wird: Die Abf\u00e4lle und Pflanzenreste werden kompostiert und wiederverwendet.<\/p>\n<p>Nirgendwo darf die Grabbepflanzung andere Grabst\u00e4tten und die \u00f6ffentlichen Anlagen und Wege beeintr\u00e4chtigen. Deshalb k\u00f6nnen Friedhofstr\u00e4ger ein allgemeines Verbot erlassen, B\u00e4ume, gro\u00dfw\u00fcchsige Str\u00e4ucher und\/oder Hecken anzupflanzen. (Auch da sind dann wieder Ausnahmen m\u00f6glich, wenn man pers\u00f6nlich nachfragt.) F\u00fcr die Grabbepflanzung selbst ist aber &#8211; im Gegensatz zur Grabmalaufstellung &#8211; grunds\u00e4tzlich keine vorherige Genehmigung n\u00f6tig: Man\u00a0 kann dort alles anpflanzen, was man m\u00f6chte, wenn es die Nachbargr\u00e4ber nicht st\u00f6rt.<\/p>\n<p>\u00dcblicherweise werden bodendeckende Pflanzen (Efeu, Sedum, Immergr\u00fcn) und niedrige Blumen gew\u00e4hlt. Dabei hat sich ein jahreszeitlicher Bepflanzungsrhythmus herausgebildet, bei dem die abgebl\u00fchten Blumen immer wieder herausgenommen und frische eingepflanzt werden. So erhalten viele Grabst\u00e4tten im Fr\u00fchling ein Beet aus farbigen Stiefm\u00fctterchen oder Flei\u00dfigen Lieschen, die bis in den Herbst bl\u00fchen. Ihnen folgen im Sommer Begonien und im Fr\u00fchherbst Erika. Im Sp\u00e4therbst wird das Grab dann mit Tannenzweigen abgedeckt, die meist Anfang M\u00e4rz wieder heruntergenommen werden.<\/p>\n<p>Meist ist es g\u00fcnstig, heimische Pflanzenarten zu verwenden, weil sie dem klimatischen Bedingungen am besten angepa\u00dft sind. Viele von ihnen gedeihen auch mit wenig Pflege gut. An B\u00fcschen und B\u00e4umchen sind immergr\u00fcne Eiben, Lebensbaum, Zuckerhut oder andere Nadelgeh\u00f6lze \u00fcblich. Man mu\u00df sie regelm\u00e4\u00dfig schneiden, damit sie die Nachbarschaft mit ihrem hohen Wuchs nicht beeintr\u00e4chtigen; also zum Beispiel stark beschatten.<\/p>\n<p>Manche Pflanzen haben eine symbolische Bedeutung. Da die immergr\u00fcnen Gew\u00e4chse \u00fcber den Winter, in dem alle anderen Pflanzen abzusterben scheinen, gr\u00fcne Bl\u00e4tter tragen, stehen sie auch f\u00fcr den Gedanken der Ewigkeit oder des ewigen Lebens nach dem Tode. Auch die winterliche Abdeckung des Grabes kann man als symbolische Handlung ansehen, mit der nicht nur die Dauerbepflanzung, sondern sozusagen auch der Verstorbene in seinem Grab vor den Unbilden des kalten Wetters gesch\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Man kann einen Grabplatz auch mit ganz anderen Pflanzen ausschm\u00fccken, indem man zum Beispiel einen Rosenstrauch oder immer wiederkehrende Stauden und Blumenzwiebeln pflanzt. Auf dem schon erw\u00e4hnten gemeinsamen Grab f\u00fcr Aids-Tote sah ich, da\u00df Angeh\u00f6rige anscheinend die Kr\u00e4utersammlung eines Verstorbenen auf sein Grab gepflanzt hatten. So duftete dort die Minze neben Rosmarin und Lavendel und erinnerte an den Toten. Genausogut kann man die eigenen oder die Lieblingsblumen des Verstorbenen aussuchen oder von Balkon, Fensterbrett oder Garten zum Grab hin\u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Auf einem Dorffriedhof bei K\u00f6ln haben die Bewohner mit Hilfe ihres Denkmalsch\u00fctzers die Pflanzenwelt wiederhergestellt, die fr\u00fcher auf Friedh\u00f6fen der Umgebung zu finden war. Auch dort fehlen duftende Kr\u00e4uter und bunt bl\u00fchende Stauden nicht. Sie geben diesem stillen Ort um die jahrhundertealte Kirche herum ein ganz eigenes Gepr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Man mu\u00df sich also nicht unbedingt der allgemein \u00fcblichen g\u00e4rtnerischen Routine anpassen. Allerdings mu\u00df man bereit und auch imstande sein, die Grabst\u00e4tte regelm\u00e4\u00dfig zu pflegen. Verwahrlost ein Grab &#8211; und auch diese kleinen G\u00e4rten \u00fcberwuchern schnell mit allen m\u00f6glichen Pflanzen -, kann der Nutzungsberechtigte zur angemessenen Instandsetzung aufgerufen werden. Die Verwaltung stellt meist ein entsprechendes Schild auf das Grab. Wird das Grab danach innerhalb einer bestimmten Frist nicht hergerichtet, kann es vom Tr\u00e4ger auf Kosten des Grabbesitzers eingeebnet und einges\u00e4t werden.<\/p>\n<h5>Grabmale nach eigenem Entwurf<\/h5>\n<p>Man mu\u00df sich nicht an vorgefertigte Grabsteine und industriell hergestellten Massenware halten. Mit etwas mehr Aufwand &#8211; aber nicht Kosten- kann man zu einem ganz pers\u00f6nlichen Grabmal kommen:<\/p>\n<p>Folgende \u00dcberlegungen k\u00f6nnen dabei helfen:<\/p>\n<p>Welches Material pa\u00dft am besten zu meinem verstorbenen Angeh\u00f6rigen?<\/p>\n<p>Naturstein, Holz und Schmiede- oder Gu\u00dfeisen sowie Bronze sind am weitesten verbreitet. Aber man kann &#8211; je nach den Grabmalbestimmungen und den vorhandenen M\u00f6glichkeiten &#8211; auch Ton, Edelstahl, Kunststein (Zement u.\u00e4.) oder Ziegelsteine verwenden. Kleinere Grabmale oder Schriftplatten f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Grabmalformen kann man selbst aus Ton modellieren, trocknen und in einer Werkstatt brennen und eventuell auch glasieren lassen. Sie sind fast ebenso dauerhaft wie Grabmale aus Stein. Auch Holzkreuze oder Holzstelen, aufrecht stehende dicke Bretter, kann man selbst schnitzen oder zusammenbauen. Dauerhaftes Holz h\u00e4lt mit einem gut deckenden Anstrich, der regelm\u00e4\u00dfig aufgefrischt wird, au\u00dferordentlich lange. So kann man je nachdem, welches Material man w\u00e4hlt, ein Grabmal selbst bearbeiten oder einen Entwurf skizzieren und von einem Handwerker oder K\u00fcnstler herstellen lassen.<\/p>\n<h5>Welche Inschrift soil auf dem Grabmal zu lesen sein?<\/h5>\n<p>Wie bei der Todesanzeige stehen meistens der Name und die Lebensdaten auf den Grabmalen. Man kann aber auch andere Inschriften w\u00e4hlen: Bibelstellen, das pers\u00f6nliche Motto oder einen Sinnspruch, der den Grabbesuchern Trost spendet und mit dem Verstorbenen eng verbunden ist.<\/p>\n<h4>\u00a0Soll das Grabmal weiteren Schmuck tragen?<\/h4>\n<p>Wie gesagt, kann man aus dem Material auch Darstellungen oder Symbole im Relief oder in Ritzzeichnung herausarbeiten lassen. Hier kommt es auf den Bezug zu dem Verstorbenen an. Vielleicht geh\u00f6rt ein ganz spezielles Symbol, ein Zeichen oder ein Bild zu dem Verstorbenen, oder man m\u00f6chte das geliebte Antlitz auf dem Grabstein wiederfinden. Auf den meisten Friedh\u00f6fen in Deutschland scheint es allerdings nicht erlaubt zu sein, Fotos auf Grabmalen anzubringen. Deshalb mu\u00df man das Portr\u00e4t aus dem Stein oder Holz herausarbeiten oder in Form eines Reliefs aufsetzen. Hat man ganz bestimmte Vorstellungen, so sollte man beim Friedhof nachfragen, ob eine Ausnahmegenehmigung m\u00f6glich ist. Meist ist gegen eine gewisse Geb\u00fchr vieles erlaubt, was offiziell eigentlich nicht geht.<\/p>\n<p>Bevor man einen Steinmetz, Stein- oder Holzbildhauer, einen Kunstschmied oder einen bildenden K\u00fcnstler mit dem Entwurf und der Herstellung eines individuell gestalteten Grabmais beauftragt, sollte man sich Arbeitsproben zeigen lassen und im gemeinsamen Gespr\u00e4ch einen skizzenhaften Entwurf des Grabmales entwickeln. Hat man sich f\u00fcr einen bestimmten Bildhauer und eine Form entschieden, so l\u00e4\u00dft man sich am besten einen Kostenvoranschlag geben und legt den Auftrag schriftlich fest. Auch das Aussuchen und noch mehr die Gestaltung eines Grabmais nach eigenen Vorstellungen sind Trauerarbeit und rufen die Erinnerung an den Verstorbenen jedesmal von neuem wach. Die Aufstellung des fertigen Grabmales ist dann ein weiterer Schritt dahin, da\u00df man die Endg\u00fcltigkeit des Todes akzeptiert. Besonders wenn man den Namen seines Angeh\u00f6rigen mit seinen Lebensdaten auf dem Grabstein sieht, wird das Wissen um diese Endg\u00fcltigkeit noch einmal sehr intensiv im Vordergrund stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Barbara Leisner<br \/>\nAbschied nehmen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grabarten &#8211;\u00a0 Reihengrab und Wahlgrab Die Grabarten unterscheiden sich dadurch, da\u00df man das Nutzungsrecht an einem &#8211; billigeren &#8211; Reihengrab immer erst anl\u00e4\u00dflich eines Todesfalles erwerben und es au\u00dferdem nicht verl\u00e4ngern kann. Damit f\u00e4llt es auf jeden Fall nach Ablauf der Ruhezeit wieder an den Friedhofstr\u00e4ger zur\u00fcck. 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