{"id":359,"date":"2015-04-28T22:11:04","date_gmt":"2015-04-28T20:11:04","guid":{"rendered":"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=359"},"modified":"2015-04-28T22:11:04","modified_gmt":"2015-04-28T20:11:04","slug":"der-trost-des-christlichen-glaubens","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=359","title":{"rendered":"Der Trost des christlichen Glaubens"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">von Peter Godzik<\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Religi\u00f6se Menschen werden in ihrer Trauer Zuflucht bei Gott suchen und ihr Kind aufgehoben wissen bei Gott. Er ist es, der es gegeben und wieder zu sich genommen hat. Durch allen Schmerz und alle Traurigkeit hindurch kann das unbedingte Vertrauen auf seine G\u00fcte und Hilfe einen tragenden Grund bilden. Denn: \u00bbUnsere Kinder sind nicht unsere Kinder\u00ab (Kahlil Gibran). Sie geh\u00f6ren einer Lebens- und Liebesgeschichte, die Gott mit ihnen vorhat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Gott kennt und erw\u00e4hlt uns, noch ehe wir geboren werden: \u201cDa ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren\u201d.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">(Evangelisches Gesangbuch 28,2). Er ruft uns ins Dasein, indem er uns Eltern anvertraut, die durch eine bestimmte Form der Liebe gezeigt haben, da\u00df sie eins miteinander sind und bereit, ein Kind zu empfangen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Manchmal gibt Gott Leben auch in eine schwache, gef\u00e4hrdete und lieblose Beziehung. Er will damit nicht noch mehr belasten oder gar zerst\u00f6ren, sondern segnen und heilen. Das heranwachsende Kind \u00fcbermittelt dann jene Botschaft, wie wir sie aus der Josefsgeschichte kennen: \u00bbIhr gedachtet es, b\u00f6se mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen\u00ab (1. Mose 50,20). Deshalb finde ich es so wichtig, die heranwachsende Leibesfrucht in jedem Fall als Gabe des Herrn (Psalm 127,3) zu achten und zu sch\u00fctzen. Wir werden von Gott gebildet im Mutterleib (Psalm 139,13) f\u00fcr ein Leben in dieser Welt in der Gemeinschaft mit anderen Menschen. Manchmal geschieht es, da\u00df ein im Mutterleib heranwachsendes Kind nicht in dieses Leben hinein geboren wird, sondern von Gott zu sich gerufen wird in seine himmlische Herrlichkeit. Dort lebt und w\u00e4chst es weiter in einer f\u00fcr uns verborgenen Weise. Es dient Gott, nicht uns mit seinen Gaben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">In fr\u00fcheren Zeiten haben K\u00fcnstler deshalb die Alt\u00e4re in den Kirchen mit vielen Kindergesichtern umgeben. In Zeiten hoher Kindersterblichkeit wollten sie damit die Eltern tr\u00f6sten und ihnen zeigen, da\u00df ihre Kinder leben und eine Aufgabe haben bei Gott. Der fr\u00fche Tod eines Kindes kann viele Gr\u00fcnde haben. Gr\u00fcnde, die wir nicht verstehen und niemals verstehen werden. Aber auch Gr\u00fcnde, die sich allm\u00e4hlich unserem Verstehen aufschlie\u00dfen und die wir vielleicht eines Tages annehmen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Es tut weh, wenn ein erwartetes Kind nicht in unsere Arme hinein geboren wird und bei uns aufwachsen darf; wenn wir es hergeben m\u00fcssen, noch ehe es geatmet hat. An seinem toten K\u00f6rper k\u00f6nnen wir die Spur jenes \u00bbHauches von Leben\u00ab entdekken, den es in dem uns unzug\u00e4nglichen Raum des Mutterleibes gehabt hat. Es ist \u2014 vielleicht auch mit Gefahr und \u00c4ngsten, wie Luther einmal vom Sterben allgemein gesagt hat \u2014 geboren worden in das Leben vor Gott, das auch auf uns wartet, wenn wir unseren irdischen Weg vollendet haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Es hinterl\u00e4\u00dft mit seinem kurzen Dasein eine Botschaft, die es f\u00fcr uns zu entschl\u00fcsseln gilt. In unserer Trauer geht es nicht um das, was vielleicht noch h\u00e4tte sein k\u00f6nnen und was wir von diesem Kind alles erwartet haben; sondern darum zu verstehen, was Gott uns mit all dem sagen will \u2014 ganz \u00e4hnlich wie in der Geschichte der Emmaus-J\u00fcnger, die auch traurig waren \u00fcber den Tod Jesu und erst nicht verstanden haben, warum das alles geschehen mu\u00dfte und was Gott ihnen mit diesem schmerzlichen Erlebnis an heilsamer Liebe geschenkt hat (Lukas <i>24,13-35).<\/i><\/span><i><\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Jedes Kind wird geboren und lebt \u2014 entweder in der himmlischen Welt bei Gott, geborgen in einem Frieden, den wir ihm nicht zu geben verm\u00f6gen; oder in dieser irdischen Welt bei seinen Eltern, ihrer Obhut und F\u00fcrsorge anvertraut, den Gef\u00e4hrdungen und M\u00f6glichkeiten des Lebens ausgesetzt, aufwachsend unter dem Segen Gottes, der allein gibt, da\u00df Leben gedeihen kann: \u00bb&#8230; der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unz\u00e4hlig viel zugut und noch jetzund getan\u00ab (EKG 228,1).<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Peter Godzik Religi\u00f6se Menschen werden in ihrer Trauer Zuflucht bei Gott suchen und ihr Kind aufgehoben wissen bei Gott. 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