{"id":500,"date":"2015-04-24T21:27:38","date_gmt":"2015-04-24T19:27:38","guid":{"rendered":"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=500"},"modified":"2015-05-01T21:29:43","modified_gmt":"2015-05-01T19:29:43","slug":"hiob-warum-laesst-gott-zu-dass-es-mir-so-schlecht-geht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=500","title":{"rendered":"Hiob, warum l\u00e4\u00dft Gott zu, da\u00df es mir so schlecht geht?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\" align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\"><b>Aus \u201eMit Menschen der Bibel Lebenskrisen \u00fcberwinden<br \/>\n\u2013 zum Beispiel Hiob\u201c <\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\"><b>Wolfgang Hohensee<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">D<a title=\"B\u00fcchertipps\" href=\"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=200\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-162\" src=\"http:\/\/stillgeboren.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Hiob-188x300.jpg\" alt=\"Hiob\" width=\"188\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/stillgeboren.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Hiob-188x300.jpg 188w, http:\/\/stillgeboren.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Hiob.jpg 217w\" sizes=\"(max-width: 188px) 100vw, 188px\" \/><\/a>er Mensch ist versucht oder besser gesagt, er ist geradezu gezwungen, eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn von Leid zu finden. Dabei bedient er sich einer Vielzahl m\u00f6glicher Antworten, die ihm gleichsam als rettender Strohhalm dienen sollen.<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Ich kenne ein Elternpaar, das ihr vierj\u00e4hriges Kind auf tragische Weise durch einen Verkehrsunfall verlor. Eine \u00bbfromme Tante\u00ab des Kindes versuchte die Eltern mit der Antwort zu tr\u00f6sten, dass Gott die, die er liebt, zu sich holt. F\u00fcr mich kann das keine Antwort sein, sondern nur der nach Hilfe schreiende Versuch, auf die Sinnlosigkeit dieses Leides dennoch eine Antwort zu geben. <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Bei Hiob sind es die so genannten Freunde, die aus verschiedenen Himmelsrichtungen kommen und versuchen. Antworten zu finden. F\u00fcr den einen ist es vollkommen klar, dass Hiob Schuld auf sich geladen hat, denn Gott w\u00fcrde niemals einen Gerechten mit Leid \u00fcbersch\u00fctten. Der zweite will Hiob davon \u00fcberzeugen, dass sich am Ende sicherlich alles zum Guten wenden wird. In die gleiche Richtung tendiert der dritte Freund, der das Leid als Geheimnis Gottes deutet, dessen Sinn sich eines Tages enth\u00fcllen wird. Auch der sp\u00e4ter auftretende Elihu loht die Erhabenheit Gottes und wirft Hiob damit indirekt vor, sich selbst zu erheben, denn wer ist der Mensch, dass er mit Gott z\u00fcrnen oder ihn anklagen d\u00fcrfe? <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Die \u00fcbereinstimmende Antwort der Freunde lautet, dass Gottes Ordnung nicht anzutasten ist. Gott belohnt die rechtschaffenen Menschen, aber die B\u00f6sen werden bestraft. Die Freunde, die Ernst Bloch als \u00bbvier Glaubensspie\u00dfer\u00ab betitelt, meinen es zwar gut mit Hiob, aber er ist nicht wirklich durch ihre Worte getr\u00f6stet. Auch wenn die Antworten der Freunde verschieden sind, so sind es dennoch schlichte Antworten, die vom gleichen Gottesbild gepr\u00e4gt sind. \u00dcbereinstimmend vertreten sie die traditionell-religi\u00f6se Antwort auf die Frage, warum Gott einen rechtschaffenen Mann wie Hiob so qu\u00e4lt: \u00bbGott vergilt dem Menschen, wie er verdient hat, und trifft einen jeden nach seinem Tun.\u00bb Dahinter steckt der Gedanke, dass Leid immer eine g\u00f6ttliche Strafe f\u00fcr begangene Schuld bedeutet. Wo immer ein Mensch leidet, ist das die Folge menschlicher Schuld. Diesem Erkl\u00e4rungsmuster folgen bis heute viele Menschen, denn immer wieder ist zu h\u00f6ren, dass Menschen im Leid fragen: \u00bbWas habe ich denn falsch gemacht?\u00ab Doch was f\u00fcr\u00a0 ein Glaube ist das? Welchen Fehler haben Menschen begangen, die in der Sahel Zone oder in den SIums von Rio de Janeiro tagt\u00e4glich um ihr \u00dcberleben k\u00e4mpfen m\u00fcssen? Welche Schuld soll ein Kleinkind auf sich geladen haben, das an einer schweren Krankheit stirbt? Unter echter Anteilnahme von Freunden verstehe ich, einem leidenden Menschen durch Nahebringen und Zuspruch von Gottes Eigenschaften zu rechter Selbsterkenntnis zu helfen, anstatt ihn mit falschen Gottesbildern zu falschen Selbsteinsichten zu f\u00fchren. <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Hiobs Freunde halten an ihrem Gottesbild (<\/span><a href=\"http:\/\/privat.stillgeboren.de\/Themenseiten\/Glaube\/Krause\/krause.html\"><span style=\"color: #000066; font-family: Arial Baltic,sans-serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">mehr zum Begriff Gottesbild<\/span><\/span><\/a><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">) fest und immer wieder muss er seine Unschuld beteuern. Es sind oft die falschen Freunde, die einen Menschen im Leid mit schnellen Erkl\u00e4rungsversuchen zu tr\u00f6sten versuchen. Dies ist aber kein echter Tost, sondern eine Vertr\u00f6stung. Hiob kann und will die Sinnlosigkeit und Ungerechtigkeit des Leides nicht aushalten. Er merkt dabei nicht, dass er sich nach dem gleichen Muster vom gerechten Zusammenhang von Tun und Ergehen verh\u00e4lt: Wenn Hiob sich unschuldig f\u00fchlt, so muss im Umkehrschluss Gott an dem Leid schuld sein. Hiob m\u00f6chte Gottes Handeln verstehen, aber er kann es nicht. Die Freunde haben keine befriedigende Antwort und deshalb l\u00e4sst Hiob nicht locker und schleudert Gott selbst seine Fragen an den Kopf:<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Bin ich gewandelt in Falschheit, oder ist mein Fu\u00df geeilt<br \/>\nzum Betrug?&#8230; Ist mein Gang gewichen vom Wege und<br \/>\nmein Herz meinen Augen nachgefolgt und blieb etwas<br \/>\nh\u00e4ngen an meinen H\u00e4nden?&#8230; Hat sich mein Herz bet\u00f6ren<br \/>\nlassen um eines Weibes willen und hab ich an meines<br \/>\nN\u00e4chsten T\u00fcr gelauert?&#8230; Hab ich missachtet das Recht<br \/>\nmeines Knechts oder meiner Magd, wenn sie eine Sache<br \/>\nwider mich hatten?<br \/>\nHiob 31,5.7.9.13<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Immer wieder beteuert Hiob seine Unschuld: \u00bbAn meiner Gerechtigkeit halte ich fest und lasse sie nicht; mein Gewissen<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Also warum wollte Gott den Tod der Menschen am 11. September? Warum wollte er den Tod der 71 Menschen bei der Kollision zweier Flugzeuge? Warum der Tod eines Kindes? Wenn nach christlicher Sch\u00f6pfungstheologie Gott in allem wirkt, so muss er doch auch in den Katastrophen wirken, so denken und fragen viele Menschen. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Diese Theodizeefrage, also die Rechtfertigung Gottes angesichts der grausamen Weltwirklichkeit, f\u00fchrt aber nicht weiter. Sie bleibt unbeantwortet und deshalb ist nach 1945 der Satz gefallen, dass man nach Auschwitz nicht mehr an Gott glauben k\u00f6nne, gerade weil er nicht eingegriffen habe. Gott schweigt und weitere Katastrophen, Vulkanausbr\u00fcche, Erdbeben, Br\u00e4nde, Flugzeugabst\u00fcrze und Morde werden geschehen. Gott wird durch unser Fragen nach dem Warum mit einer falschen Wirklichkeit verbunden. Wenn Gott in einen kausalen Zusammenhang mit all dem Leid gestellt wird, dann k\u00f6nnen die Antworten nur in die Irre f\u00fchren. Gott ist weder m\u00e4chtig noch ohnm\u00e4chtig, sondern er ist, wie er ist, und was Hiob mitgeteilt wird, setzt den Menschen herab und ordnet ihn neben die unfassbare Natur.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Aber dennoch spricht Gott mit Hiob und damit zu uns Menschen von heute. Gott vertr\u00f6stet nicht, sondern korrigiert und bleibt in Gemeinschaft mit Hiob. Gott hatte auch andere Fragen an ihn richten k\u00f6nnen, denn wenn wir im Nachdenken \u00fcber das Leid von der menschlichen Abwendung von Gott ausgehen, so m\u00fcssen wir feststellen, dass Gott den Menschen zum Leben und nicht zum Tode geschaffen hat. Der Mensch ist es, der dem Menschen Leid zuf\u00fcgt. \u00abHomo homini lupus\u00ab, hei\u00dft es in einem lateinischen Sprichwort, der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Gemeint ist, dass der gef\u00e4hrlichste Feind des Menschen der Mensch selbst ist. Dann lautet die Frage nicht mehr, wie Gott das Leid zulassen kann, sondern wie die Geduld Gottes zu rechtfertigen ist, mit der er den friedlosen Menschen noch immer Raum, Zeit und Kraft gibt, ihr Unwesen zu treiben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Hiob zeigt sich von Gottes Antwort tief beeindruckt. Indem er erf\u00e4hrt, dass Gottes Horizonte gr\u00f6\u00dfer sind als die der Menschen, legt sich sein \u00c4rger und er bekennt, selbst zu gering zu sein, um auf die Erhabenheit Gottes antworten zu k\u00f6nnen. Hiob gibt Gott schlie\u00dflich Recht. Er wendet seinen Blick von sich weg und erlebt Gott in neuer Weise:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Ich hatte von dir nur vom H\u00f6rensagen vernommen;<br \/>\naber nun hat mein Auge dich gesehen.<br \/>\nHiob 42,5<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Dieses Bekenntnis ist nicht als Niederlage zu verstehen, sondern es ist die \u00fcberw\u00e4ltigende Erfahrung der N\u00e4he Gottes. Auch wenn die Antwort Gottes nicht der Frage Hiobs entspricht, so ist sie dennoch eine Antwort. Gott hat zu Hiob gesprochen und ist aus seinem Schweigen herausgetreten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Hiob erkennt die Unverf\u00fcgbarkeit des menschlichen Daseins an. Sowohl in der Ordnung als auch in der letzten Undurchschaubarkeit ist Gottes Gegenwart zu finden. Hiob l\u00e4sst sich ganz neu ohne Voraussetzungen und Bedingungen auf Gott ein. Gott ist weder ein Gott der Strafe noch ein Gott des Schutzes, sondern Gott ist ein Gott, der frei ist.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Den weisheitlichen Traditionen entspricht es, dass die Spuren in Gottes Walten in der Sch\u00f6pfung zu finden sind. An Hiob ist abzulesen, wie Gott in seiner unergr\u00fcndlichen Weisheit handelt, ohne dass der Mensch dieses Handeln erkennen, berechnen oder manipulieren kann. Hiob soil erkennen, dass er auch im Leid auf Gottes Gegenwart und F\u00fchrung vertrauen darf.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Wie immer hat jeder selbst die Wahl, wof\u00fcr er sich entscheidet: Leid oder Chance? Das Ziel bleibt dasselbe! Hiob hat sich f\u00fcr die Chance entschieden, indem er alte Gottesbilder \u00fcber den Haufen warf. Darin ist er f\u00fcr mich zum Mut machenden Vorbild geworden. Ich brauche die Erfahrung, dass es geht, dass es nie ein \u00bbZu Sp\u00e4t\u00ab gibt. Krisen &#8211; egal wie tief sie uns f\u00fchren &#8211; bergen Ver\u00e4nderungen in sich, die mich dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, zu wachsen und gl\u00fccklich zu werden. Der Begr\u00fcnder der Logotherapie, Viktor E. Franki, sagte: \u00bbEs gibt kein menschliches Wesen, das nicht mit Leid, Tod und Schuld konfrontiert wird &#8211; einmal als Opfer, einmal als T\u00e4ter!\u00ab W\u00e4re es nicht an der Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen und die St\u00e4rke zu w\u00e4hlen, sich nicht vor Krisen zu dr\u00fccken, sondern L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten zu suchen? Oie Krise l\u00e4sst uns die Trostlosigkeit erblicken, aber ich selbst entscheide, ob ich um mich schlage und den Halt verliere oder ob ich mich dem Neuen, das auf mich zukommt, stelle. Ich m\u00f6chte neue Schritte wagen, bereit sein, auch schmerzliche Ver\u00e4nderungen in Kauf zu nehmen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">An der Hioberz\u00e4hlung erkenne ich, dass der Mensch trotz seines Leids zu einem gr\u00f6\u00dferen Ganzen finden kann. Hiob sucht eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn von Leid. Nur die Liebe vermag die Sinnlosigkeit von Leid in Frage zu stellen. Hiob findet zu dieser Liebe zur\u00fcck, indem er die Frage nach dem Leid zu der Frage nach dem Sinn des Lebens ver\u00e4ndert. F\u00fcr Leo Tolstoi, der in eine <\/span><a title=\"Mit Menschen der Bibel Lebenskrisen \u00fcberwinden zum Beispiel: HIOB\" href=\"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=161\"><span style=\"color: #000066; font-family: Arial Baltic,sans-serif;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Lebenskrise<\/span><\/span><\/a><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\"> geraten war, keimte neue Hoffnung in seiner Verzweiflung auf, als er eines Tages allein durch den Wald ging. Er beschreibt, wie er begonnen habe, \u00fcber sein Leben und \u00fcber das nachzudenken, was gr\u00f6\u00dfer war als sein Leben, aber noch unentdeckt. Das Fehlen dieses gr\u00f6\u00dferen Elements war die Quelle seiner Verzweiflung. Inmitten der Natur des Waldes suchte er in sich selbst nach diesem Gef\u00fchl f\u00fcr etwas Gr\u00f6\u00dferes. Nach dieser Erfahrung schrieb Tolstoi: \u00bbDie Dinge in mir und um mich herum wurden klarer denn je, und das Licht ist nie wieder erloschen. Wie es zur Ver\u00e4nderung kam, kann ich nicht sagen. So unf\u00fchlbar und allm\u00e4hlich, wie die Lebenskraft in mir erstorben war und ich mein moralisches Sterbebett erreicht hatte, so allm\u00e4hlich und unmerklich kam die Lebensenergie zur\u00fcck.\u00ab<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Vielleicht ist diese Erfahrung \u00e4hnlich wie bei Hiob, der Gott in ganz neuer Weise erleben durfte. Gott war pl\u00f6tzlich mit den inneren Augen sichtbar. Gott war das Leben selbst, und es war Hiob pl\u00f6tzlich ganz n\u00e4he. Immer wieder k\u00f6nnen wir am Beispiel anderer Menschen ablesen, dass die Krisen zu- gleich die gro\u00dfen Lehrmeister sind, die helfen, uns selbst als Teil des Ganzen zu verstehen, uns selbst in unseren noch so schweren Momenten nicht immer als Mittelpunkt zu sehen. Paul Tillich nennt dies den \u00bbMut, Teil zu sein\u00ab, und meint da- mit: sich selbst trotz der vielen erlebten Unterdr\u00fcckungen, Abwertungen und Vernachl\u00e4ssigungen als wichtigen Teil eines lebenden Organismus zu begreifen, einen Teil, auf den es ankommt.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus \u201eMit Menschen der Bibel Lebenskrisen \u00fcberwinden \u2013 zum Beispiel Hiob\u201c Wolfgang Hohensee Der Mensch ist versucht oder besser gesagt, er ist geradezu gezwungen, eine Antwort auf die Frage nach dem Sinn von Leid zu finden. Dabei bedient er sich einer Vielzahl m\u00f6glicher Antworten, die ihm gleichsam als rettender Strohhalm dienen sollen. 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