{"id":850,"date":"2015-05-05T20:20:18","date_gmt":"2015-05-05T18:20:18","guid":{"rendered":"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=850"},"modified":"2015-05-05T20:20:18","modified_gmt":"2015-05-05T18:20:18","slug":"muttertag-und-vatertag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=850","title":{"rendered":"Muttertag und Vatertag"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Diese Tage k\u00f6nnen besonders f\u00fcr Eltern, die keine lebenden Kinder habe, schwierige und traurige Tage sein. Fragen der Identit\u00e4t der Eltern k\u00f6nnen in dieser Zeit besonders dr\u00e4ngend werden. In einer Ver\u00f6ffentlichung einer amerikanischen Selbsthilfegruppe beschreibt eine Mutter ihre Gedanken zu diesen Gedenktagen: \u201e Verst\u00e4ndlicherweise sind dies zwei Tage, die von unsrer Gesellschaft bestimmt worden sind, um den Status der Elternschaft zu ehren, wie das sprichw\u00f6rtliche Salz in der unseren Wunde. F\u00fcr diejenigen von uns, die keine \u00fcberlebenden Kinder haben, bringen diese beiden Feiertage auch viele Fragen a die Oberfl\u00e4che. Wird irgend jemand, anerkennen, da\u00df wir Eltern sind? Werden wir uns selbst erlauben, anzuerkennen, da\u00df wir Eltern sind? Sind wir Eltern? Nat\u00fcrlich sind wir es! T\u00f6chter und S\u00f6hne h\u00f6ren nicht auf, T\u00f6chter und S\u00f6hne zu sein, wenn ihre Eltern sterben. Wir sind M\u00fctter und V\u00e4ter, deren Kinder gestorben sind.\u201c (S. 97)<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\"><b>Mutter-Sein<br \/>\n<\/b>Kast sieht einen Zusammenhang zwischen Schuldgef\u00fchlen und einer dahinter verborgenen Identit\u00e4tskrise. Sie schreibt:\u201c In diesen Schuldgef\u00fchlen schien sich aber auch eine tiefe Indentit\u00e4tskrise der Frau als Mutter auszudr\u00fccken. Die Frage, die oft nicht gestellt wird, ist: Bin ich eine richtige Mutter, habe ich versagt als Mutter, kann ich eine Mutter sein oder kann ich es\u00a0 nicht? (Kast 1991 S.68)\u201c. In einem Gespr\u00e4ch und in mehreren schriftlichen Erfahrungsberichten von M\u00fcttern ist diese Frage gestellt und auch beantwortet worden.<br \/>\nFrau T. erz\u00e4hlt, wie sie sich in der Zeit nach dem Tod ihres ersten Kindes gefragt hatte: \u201cBin ich denn jetzt Mutter oder bin ich keine Mutter?\u201c Sp\u00e4ter beantwortet sie sich die frage selbst folgenderma\u00dfen:\u201c Und man ist genauso Mutter wie ein Frau, die ein lebendes Kind hat.\u201c Eine andere amerikanische Mutter setzte sich lange mit der Frage nach ihrem Mutter-Sein auseinander. \u00dcber diesen Proze\u00df schrieb sie:\u201c Ich n\u00e4here mich jedem Muttertag mit einer Frage im Sinn: bin ich wirklich Mutter? Ich habe kein lebendes Kind, um der Welt oder sogar mir selbst zu zeigen, da\u00df ich Mutter bin. Was hei\u00dft es, Mutter zu sein? Zu n\u00e4hren und f\u00fcr jemanden zu sorgen; bedingungslos zu lieben; Tr\u00e4nen wegzuwischen und Schmerz zu lindern; ein Kind zu ermutigen und zu lehren, zu wachsen und ein guter Mensch zu werden. Habe ich irgend etwas davon getan in Jaimies kurzem Leben? Bis heute, dem vierten Muttertag sei dem Tod meiner Tochter, hatte ich immer das Gef\u00fchl, ich h\u00e4tte nichts davon getan. Aber in diesem Jahr, nachdem ich lange \u00fcber meine Frage nachgedacht habe, kann ich sagen, ja, ich habe etwas getan. Nicht alles, aber einen gro\u00dfen Teil davon. Ja, ich denke, ich kann sagen, ich bin Mutter \u2013 eine besondere Art Mutter, die ihr Kind immer in ihrem Herzen hat und die sich darauf freuen kann, es eines Tages wiederzusehen. Viele Menschen wissen nicht, da\u00df ich Mutter bin, aber ich wei\u00df es, und das ist es, was z\u00e4hlt.\u201c(S. 121\/122)<\/span><\/p>\n<p align=\"RIGHT\"><span style=\"font-family: Arial Baltic,sans-serif;\">Michaela Nijs<br \/>\naus \u201cTrauern hat seine Zeit<br \/>\nAbschiedsrituale beim fr\u00fchen Tod eines Kindes\u201d<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Tage k\u00f6nnen besonders f\u00fcr Eltern, die keine lebenden Kinder habe, schwierige und traurige Tage sein. Fragen der Identit\u00e4t der Eltern k\u00f6nnen in dieser Zeit besonders dr\u00e4ngend werden. In einer Ver\u00f6ffentlichung einer amerikanischen Selbsthilfegruppe beschreibt eine Mutter ihre Gedanken zu diesen Gedenktagen: \u201e Verst\u00e4ndlicherweise sind dies zwei Tage, die von unsrer Gesellschaft bestimmt worden sind, &hellip; <a href=\"http:\/\/stillgeboren.de\/?p=850\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Muttertag und Vatertag<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[28,2],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/850"}],"collection":[{"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=850"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/850\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":851,"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/850\/revisions\/851"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=850"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/stillgeboren.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}